An Erntedank feiern wir ein Fest der Erinnerung. Wir erinnern uns daran, dass wir die Gaben der Natur nicht uns selbst verdanken. Trotz aller menschlichen Mühe und Arbeit sind wir nicht die Schöpfer dessen, was wir zum Leben brauchen.
Wir erinnern uns an Gott. An seine Liebe und an seine Fürsorge mit uns, seinen Geschöpfen. An Erntedank feiern wir ein Fest wider die Gottvergessenheit. Mit dem Psalmisten können wir beten: Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. (Psalm 103,1-2)
Sie sehen ein klassisches Erntebild. Korn und Brot, Trauben und Äpfel im Licht der Sonne. Doch wir danken heute nicht nur für die Früchte der Natur, sondern für alle guten Ergebnisse menschlicher Arbeit – für die Kunst, die das Leben erfreut; für Dienstleistungen, die das Leben einfacher machen; für die vielen Güter, die wir im Alltag so selbstverständlich gebrauchen und dennoch nicht selbstverständlich sind. Für all das sagen wir Gott heute Danke, denn wir wollen ihn nicht vergessen. »Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.«
Gott vergisst uns nie. Daran erinnert mich das Erntedankfest. Sicherlich gibt es Tage im Leben, an denen ich seine Gegenwart weniger oder gar nicht spüre. An denen alles fruchtlos erscheint und ich mit leeren Händen dastehen. Seien Sie auch dann gewiss: Aus seiner Liebe fallen Sie nie heraus. Immer möchte er, dass wir das Leben haben – und dass wir es in Fülle haben. In der Fülle, für die wir ihm heute danken.
Pia Schüttlohr
ERNTDANKFEST im Stralsunder Schwesternheimathaus
Wir laden SIE herzlich ein:
am Donnerstag, am 1. Oktober um 15 Uhr, zum gemeinsamen Erntedanknachmittag.